Über unseren Verein +
Die St. Konrad Schützengilde Grenzweg e.V. steht für gelebtes Brauchtum, Gemeinschaft und Zusammenhalt am Grenzweg.
Im Mittelpunkt unseres Vereinslebens stehen gemeinsame Aktivitäten, die Pflege des Schützenwesens und die Verbundenheit mit Glaube, Sitte und Heimat.
Historie +
Könige +
- 1958Heinz Lehnen
- 1959Herbert Klonisch
- 1964Josef Seidel
- 1965Peter Göttges
- 1966Josef Seidel
- 1967Günter Bröckers
- 1968Walter Lehnen
- 1969Hans Hardt
- 1970Peter Meskes
- 1972Franz Timm
- 1973Hans Hardt
- 1974Matthias Laenen
- 1975Willi Röffen
- 1976Helmut Kapschick
- 1977Kurt Thiel
- 1978Helmut Grefkes
- 1980Bernd Hohnen
- 1981Peter Tillemanns
- 1982Hans Schmitz
- 1983Erich Pfaff
- 1984Fritz Kamper
- 1986Willi Röffen
- 1987Werner Gaide
- 1989Klaus Monix
- 1991Hans Hardt (Kaiser)
- 1991Gerd Zenses
- 1994Helmut Lehnen
- 1995Jürgen Latzke
- 1997Eugen Berger
- 1998Heinz Recken
- 1999Uli Meskes
- 2000Manfred Neumann
- 2001Michael Pitzen
- 2002Wilfried Meskes
- 2002Rolf Killmann
- 2005Nicola Recken
- 2005Karl Offer
- 2007Jürgen Latzke
Unsere Gruppen +
Besonders zeichnen uns unsere vielfältigen Gruppen aus.
Brave Jonges Gründung 1965 +
Wenn wir heute einmal Rückschau halten, so sollte man auf den Anlass der Gründung dieser Formation einmal eingehen. Um das aktive Miteinander und dadurch auch die Geselligkeit außerhalb des Schützenfestes, aber auch den Schießsport zu fördern, trafen sich im Jahre 1965 neun Freunde mit folgenden Namen: Willi Gatzen, Herbert Grüter, Josef Hardt, Peter Göttges, Josef Seidel, Josef Göttges, Hans Hardt, Ernst Lehnen und Franz Timm, um eine Gemeinschaft zu gründen.
Franz Timm, der die Gruppenbildung durch seine Mitgliedschaft in einem Willicher Schützenverein kannte, gab seine Erfahrungen an die anderen weiter. Einmal im Monat wollte man sich zum Schießen treffen. Das Miteinander und der „Spaß an der Freud“, darauf legte man ganz besonderen Wert, sollten dabei nicht zu kurz kommen.
Ein Name für die Gruppe wurde gesucht und da sie alle ja eigentlich „sooo brav“ und noch richtige „Jonges“ waren, kam man nach kurzer Überlegung zu der Meinung, als Name käme nur „Brave Jonges“ in Frage. Natürlich wurde an diesem Abend tüchtig gefeiert und man fragte sich, ob die anderen Vereinsmitglieder ihrem Beispiel folgen würden.
Diese Idee der Gruppenbildung sprach sich schnell rund und da auch der Erfolg dieser Gemeinschaft nicht ausblieb, bildeten sich aus den Mitgliedern der St. Konrad Schützengilde 1966 die Küppengruppe und die Gruppe Edelweiß. Somit ist festzuhalten, dass die „Brave Jonges“ die Vorreiter der heutigen 11 Gruppen der Schützengilde sind.
Im Laufe der Jahre wurde der Zulauf an Neuaufnahmen immer größer und so verhängte man notgedrungen Ende der siebziger Jahre einen Aufnahmestopp. Die damalige Gruppenstärke lag bei 22 Mitgliedern und eine Gruppenrunde Getränke ging ganz schön ins Portemonnaie. Durch diese Personenzahl war man in der Lage, neben einer Abordnung von „Grünröcken“ auch noch eine „Sappeurabteilung“, die jahrelang den Schützenzug anführte, zu stellen.
Auch auf Vereinsebene war man an vorderster Front, denn jahrelang kamen die Offiziere wie der Major, der Hauptmann, aber auch der Spieß aus ihren Reihen.
Berühmt und berüchtigt, aber auch unvergessen sind die damaligen Schweineblutveranstaltungen und das bis heute durchgeführte Sektfrühstück mit Damen am Schützenfestmontag. Wie man in den Annalen nachlesen kann, betrug der Umsatz in manchen Jahren mehr als 30 Flaschen Sekt an einem solchen Vormittag. Bei den Schießwettbewerben gehören sie stets zu den Erfolgreichsten.
Den Josef-Hardt-Gedächtnispokal, der für die 5 besten Schützen einer Gruppe verliehen wird, errang man 7 mal. Mit Christof Hardt stellt man den vereinsbesten Schützen seit über 12 Jahren. Stephan und Christof Hardt errangen zudem auch mehrere Male den Präsidentencup, der für den besten Schützen beim Pokalschießen verliehen wird. In ihrer Geschichte stellte man 9 mal den Schützenkönig und mit Hans Hardt den ersten Schützenkaiser am Grenzweg.
1964 König: Josef Seidel – Minister: Willi Gatzen, Ernst Lehnen
1965 König: Peter Göttges – Minister: Leo Pfaff, Franz Göttges
1966 König: Josef Seidel – Minister: Herbert Grüter, Franz Timm
1969 König: Hans Hardt – Minister: Josef Hardt, Paul Dieter Hardt
1972 König: Franz Timm – Minister: Helmut Lehnen, Werner Gaide
1973 König: Hans Hardt – Minister: Paul Dieter Hardt, Hans Hardt
1974 König: Matthias Laenen – Minister: Josef Seidel, Heinz Grüter
1987 König: Werner Gaide – Minister: Josef Göttges, Heinz Recken
1991 Kaiser: Hans Hardt
1998 König: Heinz Recken – Minister: Paul Dieter Hardt, Helmut Lehnen
Man kann daraus ersehen, dass neben dem Gruppeninteresse auch das Vereinsleben in der Gilde nicht zu kurz kam und mit Stolz schaut man heute auf diese erfolgreichen Jahre zurück. Immer neue Ideen bei der Verteidigung der Königsburg, aber auch bei ihrer Erstürmung, sind vielen noch in bester Erinnerung.
In diesem Jahr zum elften Mal hintereinander liegt der Kassendienst beim Dorfabend in ihren Händen und wie man hören konnte, möchte man diese Tradition auch in Zukunft beibehalten.
Leider sind in den vergangenen Jahren einige Gruppenmitglieder viel zu früh verstorben. Es war jahrelang eine Selbstverständlichkeit, den Verstorbenen vor dem Antreten beim Schützenfest auf den jeweiligen Friedhöfen, in Uniform und mit einer Blumenschale, zu gedenken.
Seit einigen Jahren wird diese Tradition aus Zeitgründen nur noch bis zu 5 Jahre nach dem Ableben beibehalten. Von den Gründungsmitgliedern sind mit Hans Hardt und Josef Göttges noch zwei von der ersten Stunde an dabei.
Die Gruppe besteht heute aus folgenden Personen: Hans Hardt, Josef Göttges, Stephan Hardt, Christof Hardt, Christof Wierichs und neu dabei ist Gordon Wittig.
Küppen Gründung 1966 +
Nachdem sich im Jahre 1965 die Gruppe „Brave Jonges“ gegründet hatte, war es das Bestreben von Walter Lehnen, ebenfalls eine Gruppe zusammen zu bekommen. Einige Gespräche waren notwendig, bis er sechs Personen zusammen hatte, die sich im Mai 1966 im damaligen Vereinslokal „Bröckers-Lücke“ trafen. Es waren: Walter Lehnen, Peter Meskes, Andreas Gillessen, Leo Benders, Heinz Meskes und Leo Pfaff.
Nach einer längeren Diskussionsphase war man sich einig, dass blaue oder grüne Uniformen nicht in Frage kämen.
Zur damaligen Zeit lief im Fernsehen die Dauerserie „Mit Schirm, Charme und Melone“. Der Hauptdarsteller, ein Gentleman von Kopf bis zur Sohle, im schwarzen Anzug, Krückstock und Melone, diese Aufmachung dachte man, wäre doch etwas Neues und würde bestimmt eine Bereicherung im Schützenzug darstellen. Da man die Melone auch als Küpp bezeichnet, war der Weg zur Namensgebung „Die Küppen“ nur ein kleiner Sprung.
Es wurde ein monatliches Treffen vereinbart und dabei legte man den Gruppenbeitrag auf 60 DM im Jahr fest. Einer musste die Kasse übernehmen, Andreas Gillessen wählte man zum 1. Kassierer und Leo Benders zum 1. Gruppenführer. Den damaligen Vereinswirt Günter Bröckers beorderte man zwecks Bestellung einer Runde in den Versammlungsraum, wo er über die soeben stattgefundene Gruppenbildung informiert wurde. Man stellte an ihn die Frage, ob er nicht auch Interesse an einer Mitgliedschaft hätte, und nach einer kurzen Information wurde Günter Bröckers die 7. Küppe an diesem Abend.
Festgelegt wurde, dass die Gruppenstärke von 10 Personen nicht überschritten werden sollte, wobei in Ausnahmefällen eine maximale Gruppenstärke von 12 Personen noch als Obergrenze zu tolerieren sei.
Man beschloss, nach Holland zu fahren, dort hatte man in den Hutgeschäften solche Melonen schon mal gesehen. Nachdem die Kopfgröße jedes Einzelnen notiert war, kam man zum nächsten Thema. Es fehlte noch etwas, das man in der Hand hielt: ein schwarzer Gehstock mit silbernem Handgriff, wie in der Fernsehserie, so etwas müsste man doch irgendwo beziehen können, womöglich auch in Holland. So kam es, dass einige Küppen sich auf den Weg über die Grenze machten, wo sie im Bezug auf die Melonen Erfolg hatten. Der Gehstock war auf die Schnelle nicht zu bekommen, aber man erhielt den Hinweis, wo eine Bezugsquelle sein könnte.
Beim Schützenfest im Juli 1966 konnte man diese Küppen erstmals in ihren schwarzen Anzügen, der Melone auf dem Kopf und mit einem noch normalen Spazierstock bewundern. Der Zuspruch zu dieser Gruppe war innerhalb von nur wenigen Wochen so groß geworden, dass man die selbst auferlegte Begrenzung nicht mehr beibehalten konnte, denn man hatte bereits 15 Mitglieder. Ihre Namen waren: Leo Benders, Günter Bröckers, Andreas Gillessen, Karl Ingenrieth, Heinz Lehnen, Walter Lehnen, Hans Meskes, Heinz Meskes, Peter Meskes, Heinz Neumann, Leo Pfaff, Gerd Siegel, Günter Tessmer, Willi Thal und Helmut Weis.
Die Presse berichtete über das erste Auftreten mit folgendem Wortlaut: „Der schwarze steife Randhut hat die Angströhre beim Schützenfest der St. Konrad-Schützengilde abgelöst. Eine neue Gruppe ‚Die Küppen‘ marschierte bei der Parade am Sonntagmorgen mit dieser neuen Kopfbedeckung an den Majestäten vorbei.“
Im Jahre 1967 war Günter Bröckers der erste Schützenkönig, den diese Gruppe stellte. Es folgten Walter Lehnen 1968, Peter Meskes 1970, Willi Röffen 1975, Kurt Thiel 1977, Hans Schmitz 1982 und noch mal Willi Röffen 1986. Küppenmitglieder, die ebenfalls das Amt des Königs vor den Gruppenbildungen innehatten, waren: Heinz Lehnen 1958 und Herbert Klonisch 1959.
Eine eigene Standarte ließ man 1968 anfertigen, die beim Schützenfest im gleichen Jahr von Kaplan Reger in der Königsresidenz von Walter Lehnen geweiht wurde. Der erste Standartenträger war Günter Bogisch.
Der Sturm auf die Königsburg wurde von dieser Gruppe 1971 ins Leben gerufen und mit der Marinegruppe erfolgreich beim diesjährigen Kaiser erstmals durchgeführt. Nachdem die Gruppe Edelweiß 1968 unter der Regie von Leo Pfaff im Festzelt als Holzhackerbuab’n auftrat, waren es wiederum die Küppen, die erstmals 1971 einen Dorfabend mit Programmpunkten mit ihren Akteuren auf die Beine stellten. Bis heute zählt der Dorfabend, der ausschließlich von Vereinsmitgliedern gestaltet wird, zu den Höhepunkten eines jeden Schützenfestes.
Mitglieder dieser Küppengruppe waren auch auf anderen Ebenen für den Verein tätig. Günter Bröckers bekleidete das Amt des Präsidenten von 1972 bis 1985, Walter Lehnen, der viele Jahre Schießwart war, übernahm von 1972 bis 1974 das Amt des Vizepräsidenten. Der 1. Schriftführer von 1958 bis 1971 war Helmut Weis, der dieses Amt von 1971 bis 1973 an Leo Pfaff weitergab. Leo war hiernach noch 2. Schriftführer bis 1976. Den Schieß- und Zeugwart stellte man mit Theo Nießen von 1985 bis 1993.
Auch im Offizierscorps war man mit Heinz Lehnen, der als General 15 Jahre tätig war, und mit Gerd Latzke, der das Amt des Hauptmanns von 1984 bis 1986 innehatte, vertreten. Noch zu erwähnen ist, dass dieser auch das Amt des Spießes in den Jahren 1987, 1988 und 1992 bekleidete.
In den vergangenen 42 Jahren gab es mit Leo Benders, Günter Bröckers, Helmut Weis und Gerd Latzke nur 4 Gruppenführer. Ende der achtziger Jahre betrug die Gruppenstärke 20 aktive Schützen.
Viele Jahre sind ins Land gezogen und man kann heute mit Stolz auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Durch Todesfälle und andere Gründe wurde die Mitgliederzahl immer kleiner. Heute besteht diese Gruppe noch aus 6 gestandenen Männern, die sich regelmäßig jeden Monat einmal treffen und miteinander klönen und sich dabei auch an den Geschichten aus der Vergangenheit erfreuen. Ihre Namen: Karl Heinz Delbos, Klaus Döring, Karl Ingenrieth, Gerd Latzke, Heinz Meskes und Kurt Thiel.
Anmerkung: Diese Küppen sind nicht mehr aktiv, haben aber für die Schützengilde, wie im Bericht erwähnt, sehr viel getan. Damit diese Küppen auch in Zukunft nicht in Vergessenheit geraten, bildete sich im Jahre 2007 die Gruppe „Küppsche Mädels“. Ausgestattet mit den Küppen und den Gehstöcken der Senioren, werden diese in Zukunft dafür sorgen, dass der Name „Die Küppen“ nicht in Vergessenheit gerät.
Edelweiß Gründung 1966 +
Nachdem sich im Jahre 1965 mit der Gruppe „Brave Jonges“ die erste Formation gebildet hatte, waren es 1966 die Gruppen Edelweiß und Küppen, die ihre Eigenständigkeit erklärten. Jeder Jugendliche, der beim Schützenfest dabei sein wollte, kam in die besagte Edelweißgruppe. Doch wie hatte alles angefangen?
Zunächst musste ein Name gefunden werden und da einige im schönen Bayernland in Urlaub waren und dort viele Andenken mit dem Edelweiß gesehen hatten, schlug man vor, das Edelweiß als Symbol für die neue Gruppe zu nehmen. Alle anderen Vorschläge wurden daraufhin verworfen und die Edelweißgruppe war geboren.
Zunächst trug man grüne Uniformen, die von einem Musikverein in Schiefbahn günstig erworben werden konnten. Auch ein extra entworfener Edelweißorden zierte jedes Mitglied. So trat man erstmals mit 18 Mitgliedern 1966 beim Schützenfest auf.
Im Laufe der Jahre mussten neue Uniformen angeschafft werden, wobei sich die Zusammenstellung änderte. Seit dieser Zeit trägt man dem Edelweiß entsprechend graue Röcke und schwarze Hosen. Zunächst wurden alle Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr Mitglied dieser Gruppe.
Unvergessen die Zeit, als man einen Esel als Maskottchen, der das Sturmgepäck trug, mitführte. Einmal musste der Esel an allen Festtagen, als der König auf der anderen Niersseite seine Residenz hatte, über eine selbst gebaute Brücke, zur Freude der ganzen Schützengilde, getragen werden. Auch unter größten Anstrengungen war dieser Esel nicht bereit, die Brücke zu überqueren. Mehrere Jahre tat er der Gruppe treue Dienste, bis er altersbedingt seinen Dienst quittieren musste.
Mitte der siebziger Jahre wurde aus der so genannten Auffanggruppe ein eigenständiger Zug mit eigener Standarte, der 1995 und im Jahre 2007 jeweils mit Jürgen Latzke den Schützenkönig der Gilde stellte.
Mit Hermann Josef Schroers und Hans Alfred Gillessen verstärkt die Gruppe seit einigen Jahren das Offizierscorps. Ein Neuer bei den Offizieren ist Hans Josef Ronken, der seit der diesjährigen Generalversammlung in diesen Kreis gewählt wurde.
Einige Gründungsmitglieder sind heute in anderen Gruppen aktiv, unter anderem der Ehrenpräsident und diesjährige Kaiser Kurt Manns, der Ehrenfähnrich Fritz Fippinger und die Fahnenjunker, die diesjährigen Minister Detlef Mersmann und Josef Klonisch, alles Mitglieder der Fahnengruppe.
Fahnengruppe Gründung 1968 +
Um das Trio Fähnrich und Fahnenjunker zu unterstützen, trafen sich einige Mitglieder aus der Edelweißgruppe und gründeten am 1. März 1968 eine neue Formation unter dem Namen Fahnengruppe.
Man machte es sich zur Aufgabe, die Fahne der St. Konrad-Schützengilde bei allen Auftritten zu tragen oder zu begleiten. Die Gründer waren Herbert Müllers, Friedrich Fippinger, Detlef Mersmann, Franz Göttges, Kurt Manns und Josef Klonisch.
Als Uniform dienten weiterhin grüne Röcke, für die Kopfbedeckung wurden „Zweispitze“ mit Federbusch angeschafft.
In den folgenden Jahren meldeten sich immer wieder neue Schützen, die Mitglied der Fahnengruppe werden wollten. Es waren dies:
1969 Fred Kottal und Klaus Bohnen,
1970 Toni Gillessen und Hans Greis,
1971 Ernst Lehnen und Paul Dieter Hardt,
1975 Ferdi Basten und Alfred Manns,
1980 Kurt Möhlmann,
1983 Wilfried Genzen,
1988 Egon Terstappen,
1992 Thomas Königshofen,
1994 Jakob Grotenrath und Jochen Schmicker,
1995 Manfred Schrobenhauser,
2000 Henning Janssen, Steve Schrobenhauser und Benedikt Wozniczak,
2001 Tony Schrobenhauser,
2003 Udo Wozniczak und Christoph Brand,
2006 Arno Gillessen und
2008 Daniel Scholtes.
Leider mussten sie auch Schützenbrüder zu Grabe tragen. 1981 Franz Göttges, 1982 Herbert Müllers, 1991 Ferdi Basten und 2008 Ernst Lehnen.
Nach dem Tod von Herbert Müllers wurde Friedrich Fippinger zum Fähnrich ernannt und das Amt des Fahnenjunkers übernahm Ernst Lehnen.
Tellschützen Gründung 1969 +
Die Tradition der Einbindung von Kindern und Jugendlichen in unsere Schützengilde hat schon eine sehr lange Tradition. Bereits im Jahr 1968 gingen 2 Tellschützen als Pagen des Königs Walter Lehnen beim Schützenfest mit im Zug. Dadurch wurde die Idee geboren, eine Schülerschützengruppe zu gründen. Der Name „Tellschützen“ war schnell gefunden, da als „Bewaffnung“ die Armbrust ausgewählt wurde, die noch heute traditionell das Wahrzeichen der Gruppe ist.
Zum Schützenfest 1969 traten dann 11 Tellschützen als neue Schützengruppe der St. Konrad Schützengilde an. Seit diesem Schützenfest haben ca. 150 Kinder die Uniform der „Tellschützen“ getragen. Damit dienen die „Tellis“, so werden sie bei uns kurz genannt, als Unterbau des Vereins, denn viele haben den Sprung in andere Gruppen geschafft und sind von Kindheit an in den Verein gewachsen. Noch heute haben etwa 30 unserer aktuellen Mitglieder eine „Telli-Vergangenheit“. Sogar 5 unserer Könige der letzten Jahre haben ihren Ursprung in den „Tellschützen“.
Bei der Entstehungsgeschichte der Tellschützen muss man bis ins Jahr 1969 zurückgehen. Zur damaligen Zeit war Hans Hardt König am Grenzweg. Seine Schwester Elisabeth und ihr Mann Peter waren glückliche Eltern zweier Söhne, Michael und Thomas Thevessen, die im Elternhaus von König Hans wohnten. Sie äußerten den Wunsch, beim Schützenfest ihres Onkels mitmachen zu dürfen. König Hans suchte nach einer Möglichkeit, wie man dem Wunsch der beiden entsprechen könnte. Eine Gruppe für Jugendliche gab es noch nicht und dies wäre die beste Gelegenheit, auch die Jugend für die Schützengilde zu begeistern.
Einer musste sich der Sache annehmen und so war es spontan sein Schwager Helmut Duda, der diese Idee so gut fand, dass er sich sofort bereit erklärte, eine Truppe von Jugendlichen bis zum Schützenfest zusammenzustellen. Es gelang ihm tatsächlich, 13 Jugendliche unter einen Hut zu bekommen. Eine Tracht musste her. Lederhosen hatten zu dieser Zeit Hochkonjunktur und ein weißes Hemd, das hatte doch jeder. Bei einem Kostümverleih wurden Mützen und Armbrüste ausgeliehen und die Namensgebung der Truppe „Tellschützen“ war dann reine Formsache. Damit alles klappte, wurde vor dem Schützenfest das Marschieren geprobt.
Dann war es endlich soweit: Beim Schützenfest 1969 erwähnte man die Gruppe mit folgenden Zeilen in der Presse: „Den mit Birkengrün und vielen Fähnchen dekorierten Grenzweg vertraten vier Gruppen und eine Abordnung junger Armbrustschützen.“ Betreut wurden diese Tellis, wie erwähnt, von Helmut Duda, der ebenfalls am Samstagabend in Lederhose mitmarschierte und am Sonntag im schwarzen Anzug für die nötige Ordnung sorgte. Der erste Zugführer war Norbert Meskes. In den folgenden Jahren wurde diese Truppe zum festen Bestandteil eines jeden Schützenfestes.
Um eine Truppe von Kindern beaufsichtigen zu können, benötigte man natürlich auch eine Betreuung. Zu Beginn übernahm dies ein Onkel von zwei Gründungsmitgliedern, Herr Duda, der sich während der Schützenfeste für den ordentlichen Auftritt der Kinder verantwortlich zeichnete. Anfang der 80er Jahre übernahmen dann Karl-Heinz Brungs und Fritz Fippinger die Betreuung der „Tellschützen“. Damit begannen dann auch die ersten Aktivitäten neben den Schützenfesten. Kalle Brungs fertigte in dieser Zeit auch neue Armbrüste, die wir heute noch tragen. Zur Finanzierung wurden Patenschaften verkauft, die in Form von Plaketten an den „Waffen“ angebracht wurden. 1994 wechselte der Betreuerstab auf Werner Janßen und Guido Meskes. Seit 2007 haben wir mit Henning Janßen, Sebastian Meskes und Yvonne Brüggemann drei junge, dynamische Verstärkungen für die Betreuung der „Tellis“ gefunden, wobei die beiden erstgenannten in den 90er Jahren selbst Mitglieder der „Tellschützen“ waren.
Neben dem Schützenfest gibt es seit ca. 25 Jahren auch Aktivitäten außerhalb der Schützenfestzeit. So gibt es seit dieser Zeit ein jährliches Zeltlager, das mit Aktivitäten wie Fußballspielen, Nachtwanderung, Grillen usw., also einfach nur Spaß haben, ausgefüllt wird.
Seit 1985 wird auch jährlich ein Tellschützenkönig ausgeschossen, der bis 2001 auch gleichzeitig der Schülerprinz des Vereins war. Die Spannung und der Ehrgeiz, diesen Titel zu erringen, sind immer wieder ein Höhepunkt des Schützenjahres, dem jeder Tellschütze entgegenfiebert.
Bereits seit ca. 15 Jahren beteiligen sich die Tellis auch aktiv mit einem Auftritt bei unserem über die Grenzen hinaus bekannten Dorfabend am Schützenfestmontag. Durch Begeisterung, Engagement und Spontanität, gepaart mit fleißigem Proben, tragen unsere Kleinsten mit originellen Auftritten stets zum Gelingen des Dorfabends maßgeblich bei.
Aktuell haben wir in unserer Gruppe 21 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Seit 2001 haben wir auch Mädchen in die Gruppe integriert. Im Augenblick sind 3 Mädels in der Gruppe. So ist immer was los bei den „Tellschützen“. Wer Lust hat, Teil dieser Gemeinschaft zu werden, meldet sich bitte bei einem Vorstandsmitglied oder einfach bei einem „Telli“. Spaß ist garantiert.
Marine Gründung 1969 +
Es waren einmal vier Freunde mit Namen Ernst Dreesen, Ignatz Löwy, Egon Terstappen und Walter Lehnen, die sich jede Woche einmal zum Skatspiel bei Löwy trafen. An einem dieser Abende sprach man darüber, dass es noch Grenzwegbewohner gebe, die nicht am Schützenfest teilnehmen würden. „Dat send doch alles Querköpp“, so Walter Lehnen.
Ernst Dreesen, der von jeher für das Marinewesen schwärmte, warf ein, dass an der schönen Niers eigentlich auch eine Marinegruppe etabliert sein sollte. Walter Lehnen fragte: „Warum gründet ihr nicht eine Marinegruppe?“ Mit drei Personen geht das nicht, war die allgemeine Meinung. Das Skatspiel trat an diesem Abend in den Hintergrund, vielmehr beschäftigte man sich mit der Frage, wen könnte man für eine neue Gruppe begeistern. Ernst Dreesen meinte: „Mein Sohn Stefan würde bestimmt mitmachen“. Ignatz Löwy und Egon Terstappen brachten Josef Hohnen und Hans Gillessen ins Gespräch. Walter Lehnen dachte an Fritz Möhlmann, den man ebenfalls fragen sollte. Gesagt, getan, und so machte man sich ans Werk.
Die Resonanz bei den Angesprochenen war riesengroß und beim ersten Treffen am 6. September 1969 in der Bar bei Löwy gründeten 8 Personen die Marinegruppe, und der Name „Querköpp“ wurde auf Wunsch aller integriert. Eine eigene Satzung, die an diesem Abend gemeinsam erarbeitet wurde, sorgte für die nötige Ordnung.
Bei dieser Gründung waren anwesend: Hans Gillessen, Fritz Möhlmann, Josef Hohnen, Ignatz Löwy, Egon Terstappen, Willi van Cleff, Josef Krahn und Ernst Dreesen.
Zum ersten Gruppenführer wählte man Ernst Dreesen, der die Gruppe 1970 beim Schützenfest in Klein Jerusalem-Neersen erstmals in schwarzen Anzügen ohne Kopfbedeckung anführte. Da die Neuausstattungen der Marineuniformen mit großen Kosten verbunden waren, wurde Ernst Dreesen beauftragt, mit dem Vorstand ein Gespräch über die Möglichkeiten einer Unterstützung seitens des Vereins zu führen.
Bei dieser Zusammenkunft, die im damaligen Vereinslokal bei Bröckers stattfand, trug Ernst Dreesen seine Bitte vor. Der Vorstand sagte Unterstützung zu, und so konnte die Gruppe schon bald in der passenden Marineuniform auftreten.
1976 stellte die Marine mit Helmut Kapschick zum ersten Mal den König der Gilde. Weitere Könige mit ihren Ministern in den Folgejahren waren: 1980 Bernd Hohnen mit den Ministern Josef Hohnen und Willi Schumacher, 1981 Peter Tillemanns mit den Ministern Günter Stelten und Fritz Kamper, 1984 Fritz Kamper mit den Ministern Josef Hohnen und Bernd Hohnen, 1989 Klaus Monix mit den Ministern Willi Lehnen und Eugen Berger, 1994 Helmut Lehnen mit den Ministern Wolfgang Camps und Willi Cremer und 1997 Eugen Berger mit den Ministern Manfred Grüter und Bernd Horlemann.
Die hierbei errichteten Königsresidenzen, unter anderem wurden Leuchttürme, Schiffe und Hafenanlagen gebaut, zeigten den Ideenreichtum dieser Gruppe. Mehrere Schweineblutveranstaltungen und Ausflüge bewiesen, dass man auch auf diesem Gebiet einiges auf die Beine stellen konnte. Maßgeblichen Anteil an all den Erfolgen haben auch die Marinefrauen, die ihre Männer stets unterstützen. Geschätzt wird auch ihre Fingerfertigkeit beim Rosenanfertigen, die sie immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen.
Seit vielen Jahren ist ihr Gruppenlokal „Zur Kajütte“ am Grenzweg bei Höhnen, wo der Vogelschuss der Marinemänner jedes Jahr zu einem Tag der Freude und des Frohsinns gestaltet wird. Ihre Treffsicherheit stellen dabei auch die Marinefrauen unter Beweis, wenn sie ihre Marinekönigin ermitteln. Als Königsresidenz diente dieses Anwesen schon vier Schützenkönigen, wobei die Gastfreundschaft besonders zu erwähnen ist. Sehenswert ist auch das Schmücken des Wachlokals, wobei neben dem Grün alles in Marineblau und Weiß gestaltet wird. Auf das zünftige Frühstück am Schützenfestmontag in der Kajütte freut man sich jedes Mal.
Eine Woche nach jedem Schützenfest wird der verstorbenen Mitglieder mit einem Friedhofsbesuch gedacht. Sie trugen zu Lebzeiten entscheidend zum Erfolg der Marinegruppe bei und ihre Ehefrauen gehören nach wie vor zum Stamm dieser Gruppe.
Auf Vereinsebene war Hans Gillessen von 1976 bis 1985 Schieß- und Zeugwart und Eugen Berger war im gleichen Amt von 1993 bis 2004 tätig. Seit 1994 stellt man mit Helmut Lehnen den Vizepräsidenten, der auch schon seit 12 Jahren das Amt des Generals innehat.
Nicht mehr aktiv, aber zum festen Bestandteil gehören die beiden Gründer- und Ehrenmitglieder der Gruppe und der Schützengilde Hans Gillessen und Josef Hohnen, die bei allen Veranstaltungen immer gern gesehene Gäste sind. Da es nun schon 11 Jahre her ist, dass die Marine zum letzten Mal den König stellte, fragt man sich auf Vereinsebene, wann es wieder einen König aus dieser Gruppe geben wird.
Die heutigen Mitglieder sind: Gruppenführer Kurt Blomberg, Wolfgang Camps, Kassierer Bernd Horlemann, Bernd Jabs, Helmut Lehnen, Klaus Monix und Heinz Recken.
Mac Alt Gründung 1976 +
Im Jahre 1976 trafen sich 7 Personen in der damaligen Gaststätte Bröckers-Lücke, um bei einigen Glas Bier die Gründung und die Richtlinien für eine neue Gruppenbildung festzulegen. Es nahmen teil: Erich Pfaff, Klaus Bröckers, Helmut Grefkes, Clemens Grotenrath, Karl Heinz Brungs, Norbert Ecken und Rolf Killmann.
Da die Küppengruppe in Gentlemanuniformen mit Schirm, Charme und Melone auftrat, kam man auf die Idee, frei nach dem Motto „very britisch“ auch etwas Neues zu kreieren. Man einigte sich schnell, als der Vorschlag gemacht wurde, in Schottentracht aufzutreten. Zum einen war ein Auftreten in grünen Röcken nicht nach ihrem Geschmack, zum anderen sollte mit dieser Tracht etwas Neues im Schützenwesen ausprobiert werden.
Die Richtlinien der Aufnahmen waren damals sehr streng und wurden im Laufe der Jahre etwas gelockert. Jeder wurde verpflichtet, einen Schnurrbart zu tragen. Nur Verheiratete konnten in die Gruppe aufgenommen werden. Zur Pflicht wurde festgelegt, dass nur Altbier als Getränk genossen werden durfte. Wer gegen diese Regelungen verstieß, der wurde kräftig zur Kasse gebeten.
Zur Namengebung war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Schottische Namen haben vor dem Familiennamen sehr oft ein „Mac“ und bezogen auf das Altbier, das jeder gerne trank, entstand so der Name „Mac Alt“. Mit weißen Hemden und schwarzen Hosen trat man erstmals 1976 beim Schützenfest an. Die damalige Prognose der anderen Schützen war niederschmetternd: „Die halten sich höchstens drei Jahre, dann gibt es diese Gruppe nicht mehr“. Schon ein Jahr später staunte man am Grenzweg nicht schlecht, erschien doch diese Truppe mit Schottenrock und roter Weste zum Schützenfest 1977. Es versteht sich von selbst, wie es sprichwörtlich bei den Schotten üblich ist, dass sich die Kosten für diese Tracht sehr in Grenzen hielten, wogegen die Liebe zum Detail Priorität hatte.
Beim Vogelschuss 1978 war es Helmut Grefkes, der erstmals für sich und die Gruppe den Vogel von der Stange holte und somit stand im Jahre 1979 das erste Schottenkastell an der Niers. Mit Karl Offer und Jochen Schmitt wurden zwei Neuaufnahmen begrüßt. Im Jahre 1980 und 1981 stellte die Gruppe mit Klaus Bröckers den Jugendvertreter der Gilde. Als ein Jahr später die Königsburg auf der Viersener Seite der Niers stand und ein Unwetter die eigens errichtete Schützenbrücke wegzuschwemmen drohte, war es die Gruppe Mac Alt und die Marinegruppe, die Schlimmeres verhindern konnten.
Mit Otto Wienen und Gerd Zenses konnten wieder zwei neue Mitglieder 1980 geworben werden. Rolf Killmann rückte von 1981 bis 1983 als 2. Schriftführer in den geschäftsführenden Vorstand auf. Zum 25-jährigen Bestehen der Schützengilde im Jahr 1983 stellte man mit Erich Pfaff den Jubiläumskönig, der sich über ein überaus gelungenes Jubiläumsschützenfest mit seiner Königin Barbara und der Mac-Alt-Gruppe freuen konnte.
Mit Helmut Grefkes als 2. Vorsitzendem und Rolf Killmann als 2. Schriftführer stellte die Gruppe zwei Vorstandsmitglieder.
Zur Aufnahme in die Gruppe wurde erstmals 1983 ein Ritual festgelegt, das bis heute praktiziert wird. Man nennt es den „Kampf mit dem Eimer“. Was hat dies für eine Bewandtnis? In einen Eimer wird eingefüllt: Altbier, Pils, Cognac, Heringe, Zwiebel und noch andere Köstlichkeiten. Derjenige, der in die Gruppe aufgenommen werden möchte, muss von diesem Gebräu trinken. Dass hierbei schon so mancher geschwankt hat, kann man sich vorstellen.
Im Schützenjahr 1984 fuhr die Gruppe gemeinsam zum Skiurlaub in den Bayrischen Wald. Mit Gerd Zenses, 2. Schriftführer und Pressewart, rückt ein neues Mitglied in den Vorstand auf. Vereinspokalsieger wird die Gruppe 1986 und Gerd Zenses wird zum 2. Vorsitzenden der Gilde gewählt und dieses Amt bekleidete er bis 1993.
Der gute Geist der Polizei in Willich, Karl Heinz Temp, wird zum 1. Ehrenmitglied der Gruppe ernannt. Im Jahre 1988 fand auf allgemeinen Wunsch eine Tour nach Schottland statt. Über Himmelfahrt 1991 flog die ganze Truppe nach Barcelona, um dort ihr Mitglied Rolf Killmann zu besuchen, der dienstlich dort tätig war.
Im gleichen Jahr gelingt es Gerd Zenses, den Vogel von der Stange zu schießen. Mit Otto Wienen und Klaus Bröckers ernannte er erfahrene Schützen zu seinen Ministern. Im Jahre 1992 wird Rolf Killmann zum Hofmarschall bei König Gerd Zenses ernannt und ein erstes Schottentreffen auf deutschem Boden mit der Gruppe Mac Eu aus Viersen-Helenabrunn fand statt. Diese beiden Gruppen feierten gemeinsam das dortige Pfingstschützenfest im Jahre 1993. Hieran anschließend macht die Gruppe Mac Alt wieder eine 10-tägige Tour ins mittlerweile geliebte Schottland.
Im Jahre 1996 feiert die Gruppe ihr 20-jähriges Bestehen mit einem romantischen Wochenende in Belgien. Auf der Jahreshauptversammlung wird Gerd Zenses zum 1. Vorsitzenden und Erich Pfaff zum 1. Kassierer der Schützengilde gewählt. Im Jahr darauf, wir schreiben das Jahr 1997, fährt die Gruppe wieder für 10 Tage nach Schottland und erweitert ihr Wissen.
Mit Wolfgang Dörenkamp und Jochen Höck schließen sich 1998 zwei neue Mitglieder der Gruppe an. In diesem Jahr hat das sparsame Leben der Gruppe sich gelohnt, es wurden originale Kilts angeschafft.
Im Jahre 2000 macht die Gruppe wieder eine Exkursion nach Schottland, wo das Wissen über schottische Tradition und die sprichwörtliche Sparsamkeit eingehend studiert wurden. Mit dem Polizisten Hans-Jürgen Engenhorst wird ein Zweiter zum Ehrenmitglied ernannt.
Im darauffolgenden Jahr feiert die Gruppe ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Ritteressen in Brügge in Belgien. Mit Rainer Kammann, dem Förster vom Viersener Wald, konnte ein neues Mitglied geworben werden.
Dieser Zugang zeigte sich als Glücksgriff, als er bei König Rolf Killmann 2002 als Hofmarschall fungierte. Seine Auftritte beim Schützenfest an der Niers, aber auch bei den Besuchen der befreundeten Bruderschaften und Vereine, sind allen in bleibender Erinnerung geblieben. Wie erwähnt schoss Rolf Killmann in dem Jahr den Vogel von der Stange. Seine Minister wurden Klaus Bröckers und Wolfgang Dörenkamp.
Im Vorgriff auf das 30-jährige Bestehen blieben dann die kostspieligen Reisen aus, und man nahm sich vor, dass das kommende Schützenfest mit einem Schützenkönig aus ihren Reihen gefeiert werden sollte.
Auch wenn die Aufnahmekriterien bei Mac Alt mit sehr viel Überwindung verbunden sind, Aufnahmetrunk, ist der Zulauf ungebrochen. Der Nachwuchs zeigt hierbei ganz besonderes Interesse und so wurden mit Simon Zenses 2001, Julian Kammann 2002, Patrik Kammann 2003, Frank Hühnerbein 2003, Michael Postma 2003 und Timo Höck 2003 die Weichen für die Zukunft dieser Gruppe gelegt.
Mit Gerd Zenses als Präsident und Erich Pfaff als Kassierer stellt die Gruppe seit vielen Jahren zwei Säulen im geschäftsführenden Vorstand. Der große Erfolg der Schützengilde ist auch verbunden mit diesen beiden genannten Mitgliedern. Dem Vorstand gehört seit 2006 auch Simon Zenses an, der zum 2. Schriftführer gewählt wurde.
Beim Vogelschuss 2005 gelang es Karl Offer, den Holzvogel von der Stange zu holen. Im Laufe der Jahre konnten sie auch mehrere Schießwettbewerbe gewinnen.
Zum Schluss noch eine Bemerkung: Diese Gruppe ist eine der aktivsten der Gilde und ein Garant dafür, dass sie auch in Zukunft alles für die Schützengilde geben wird. Allem Unken zum Trotz sind aus den prognostizierten drei Jahren Lebensdauer der Gruppe schon 32 Jahre geworden.
Zaubermäuse Gründung 1990 +
Bei der Gilde existierte seit 1969 die Tellschützengruppe, in der die männlichen Jugendlichen ihren Platz fanden. Für die Mädchen gab es jedoch keine Möglichkeit, sich aktiv am Schützenfest zu beteiligen. Bei diesen Festen sahen die Mädchen, dass die gleichaltrigen Jungen immer sehr großen Spaß hatten, besonders beim Sturm auf die Königsburg.
Im Jahre 1990 war es Ulrike Offer, die von mehreren Mädchen und deren Eltern angesprochen wurde, ob nicht für die Mädchen eine Möglichkeit gefunden werden könnte, damit diese auch am Schützengeschehen teilhaben konnten. Ulrike nahm sich der Sache an und lud alle interessierten Mädchen zum ersten Treffen in die Scheune eines Bauernhofes ein. Dreizehn Mädchen konnte sie begrüßen, die wir als Gründer dieser Gruppe bezeichnen können.
Ihre Namen: Melanie Wienen, Susanne Göttges, Ivonne Inhetpanhus, Kerstin Brungs, Ivonne Klonisch, Anna Lena Bröckers, Carmen Bogisch, Alexandra Pfaff, Nadine Pfaff, Iris Gillessen, Nadine Recken, Bettina Fippinger und Simone Weis.
Die Mädchen konnten ab dem 6. Lebensjahr dieser Gruppe beitreten und dort bleiben, so lange sie wollten. Damit wurde kein bestimmtes Alter festgelegt, wonach die Mitgliedschaft enden würde. So waren manche Mädchen bis zum 22. Lebensjahr in der Gruppe aktiv. Da sie alle so zauberhaft und noch so klein waren, nannten sie sich Zaubermäuse.
Beim dem im gleichen Jahr stattfindenden Schützenfest trug man die Namenschilder vor den eigenen Gruppen und Sonntagmorgen bei der Parade und dem Umzug auch vor den Gastbruderschaften. Da die Gilde keine weiblichen Mitglieder in ihren Reihen hatte, dauerte es bis zum Jahr 2000, bis man offiziell als Gruppe anerkannt wurde.
Ab 1995 stehen sie unter der Leitung von Ulrike auch beim Dorfabend auf der Bühne. Hierzu beginnen im März jedes Jahr die Proben und der Erfolg, den sie bisher verzeichnen konnten, zeigt, dass diese Mädchen zwar noch klein an Statur sind, jedoch auf der Bühne über sich hinauswachsen. Im Jahr 2006 lag die Gruppenstärke bei 27 aktiven Mädchen.
Nicht nur beim Schützenfest an der Niers, sondern auch bei Auftritten bei befreundeten Bruderschaften oder Vereinen und bei mehreren Stadtschützenfesten in Viersen waren sie beteiligt.
Jedes Jahr findet ein Ausflug statt und so kam mit der Zeit schon einiges zusammen. Unter anderem war man in Freizeitparks in Köln und in Belgien, im Jugendzeltlager Eyller See, zur Waldhütte Hoher Busch in Viersen fuhr man mit Fahrrädern, dort wurde in freier Wildbahn gezeltet und im vergangenen Jahr ging es nach Holland in einen Freizeitpark. Bei allen Ausflügen wurde gezeltet, gegrillt und eine Nachtwanderung mit Gruseleinlagen gehört jedes Mal dazu. Seit einigen Jahren überall dabei ist ihr Maskottchen „Die Zaubermaus“.
Seit der Gründung bis zum heutigen Tag stand der gute Zusammenhalt immer im Mittelpunkt. Natürlich gab es auch mal Zickenalarm, den Ulrike mit ihrer ruhigen Art schnell wieder unter Kontrolle hat. Seit 2003 hat sie mit Gerlinde Latzke eine Hilfe, die sie in allen Belangen tatkräftig unterstützt.
So kommt ihre Arbeit, wie Ausflüge organisieren, bei den Proben für den Dorfabend als Beraterin zu fungieren, benötigte Sachen zu besorgen und mit ihrer Nähmaschine die benötigten Kostüme zu schneidern, vielseitig zum Einsatz.
Seit einigen Jahren schmücken die Mädchen in der Kränzerwoche eine Seite des Grenzweges, die andere Seite wird von den Tellschützen gestaltet. Den Zusammenhalt mit den Tellschützen stellte man bei gemeinsamen Ausflügen schon unter Beweis.
Im Laufe der Jahre haben einige Mädchen den Verein verlassen und andere sind zu den Nierstalblumen oder zu den Küppschen Mädels gewechselt. Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind mittlerweile schon deren Kinder Mitglieder der Zaubermäuse.
Bei Ausflügen waren und sind die Eltern immer eine große Hilfe, denn sie haben die Kinder gefahren, in Obhut gegeben und am nächsten Tag wieder abgeholt.
Seit Januar 2008 gehören noch 11 Mädchen dieser Gruppe an. Ulrike bekleidet dieses Amt schon seit 18 Jahren und bei Gerlinde sind auch schon 5 Jahre zusammengekommen. Beiden bereitet diese Aufgabe nach wie vor viel Spaß und Freude und so lange das so ist, braucht man sich um die Zukunft der Zaubermäuse keine Sorgen zu machen.
Die Buure Gründung 1995 +
Die Buure sind eine Schützengruppe der St. Konrad-Schützengilde in der Stadt Willich, Ortsteil Neersen, am Grenzweg direkt neben dem Flüsschen Niers am linken Niederrhein. Von den sieben Gründungsmitgliedern sind bis auf drei noch alle aktiv.
Unserem Namen entsprechend besteht unsere „Bewaffnung“ aus Dreschflegeln. Die bisherigen Höhepunkte unserer Geschichte waren das Schützenfest 1999 und 2002, als aus den Reihen der Buure das Königshaus am Grenzweg gestellt wurde.
Die Buure verstehen es nicht nur, die Geselligkeit bei diversen Veranstaltungen und regelmäßigem „Schießen“ zu pflegen, sondern stehen auch bei den unterhaltsamen Dorfabenden der Schützengilde als Entertainer ihren „Mann“.
Am 17. September 1995 fand die Gründungsveranstaltung im Rahmen eines Frühschoppens bei Wilfried Meskes statt. Gründungsmitglieder waren Guido Meskes, Norbert Meskes, Sascha Meskes, Uli Meskes (I), Ulli Meskes (II) und Wilfried Meskes. Der Aufnahmeantrag wurde am nächsten Tag gestellt, die positive Bestätigung erfolgte am 21. September 1995.
Im Jahr 1999 stellte die Gruppe mit Uli Meskes (I) den ersten Buurekönig in der Schützengilde. Seine Minister waren Wilfried Meskes und Ralf Schiffers.
2002 folgte der zweite Buurekönig: Wilfried Meskes schoss den Vogel ab und ernannte Uli Meskes (I) und Ralf Schiffers zu seinen Ministern.
Am 1. April 2002 wurden mit Eric Meskes, Kevin Schiffers, Martin Meskes, Sebastian Meskes (II) und Steffen Meskes die ersten Jungbuure aufgenommen.
Am 1. September 2006 folgte die Aufnahme weiterer Jungbuure und erstmals auch Buurinnen. Die Bewerber Maike Heuer, Yvonne Brüggemann und Kevin Holzke wurden in die Gruppe aufgenommen.
Nierstalblumen Gründung 2004 +
Die Nierstalblumen haben sich im Jahr 2004 gegründet. 2005 stellten wir unser erstes Königshaus. Unsere Premiere war auch eine Premiere für unseren Verein und Willich, da wir nämlich das erste weibliche Königshaus sowohl am Grenzweg als auch in ganz Willich stellten. Außerdem sind wir seit unserer Gründung im Vorstand vertreten, durch die 2. Kassiererin, die 1. Schriftführerin und die Jugendvertreterin.
So super wie es sich gerade für Sie, liebe Leserinnen und Leser liest, ist es aber zugegebenermaßen auch nicht. Eine Schützengruppe fällt ja nicht einfach vom schönen Grenzweger Himmel. Von der ersten Idee bis zu unserer Gründung sind satte vier Jahre vergangen.
Im Jahr 2000 stellten Elisa Zenses, Stephanie Brungs und Jennifer Neumann die ersten Überlegungen zur Gründung einer neuen Gruppe an. Alle drei waren schon Mitglieder der Zaubermäuse. Dem Mäusenest langsam aber sicher entwachsen, fand sich keine passende Alternativgruppe und so hatten sie die Idee, eine neue Gruppe zu gründen.
Weil sich aber keine weiteren potentiellen Mitglieder finden ließen, geriet die Umsetzung des Plans ins Stocken, bis sich 2004 eine Welle von ehemaligen Zaubermäusen bereit zeigte, dem Verein beizutreten.
Die Gründungsmitglieder waren: Nicola Recken, Nadine Recken, Iris Gillessen, Monika Gillessen, Elisa Zenses, Simone Weis, Carmen Bogisch, Stephanie Brungs, Sarah Dörenkamp, Anika Rösing und Anna Lena Bröckers.
Als sich 2004 auch noch abzeichnete, dass sich für 2005 kein König finden würde, zeigte sich Nicola Recken spontan bereit. Und so entschieden wir uns für einen Durchmarsch: Gründung, Vogelschuss, Königsgruppe!
Dank Nicola und ihrem ansteckenden Mut und Optimismus war das für uns ein nur geringfügiges Problem. Wir erfuhren Unterstützung von zahlreichen Mitgliedern und Anwohnern. Die positive Resonanz, die uns entgegengebracht wurde, war überwältigend und wir durften ein sehr schönes und harmonisches Schützenfest genießen.
Das Beste und Wichtigste daran, eine Nierstalblume zu sein, ist aber nicht Königin zu sein und auch noch nicht einmal das Schützenfest. Das Beste ist, dass wir alte Freunde gefunden und neue kennengelernt haben.
Heute gehören der Gruppe folgende Mitglieder an: Carmen Bogisch, Anna Lena Bröckers, Stephanie Brungs, Monika Gillessen, Thea Guting, Jennifer Neumann, Nicola Recken, Simone Weis und Elisa Zenses.
Küppsche Mädels Gründung 2007 +
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem junge Mädchen die Schützengruppe „Zaubermäuse“ aus Altersgründen verlassen möchten. Danach stellt sich allerdings die Frage: „In welche Gruppe möchte ich gehen?“ Das Ergebnis längerer Überlegungen war: Wir gründen eine neue Gruppe.
Als Enkelinnen der nicht mehr aktiv am Schützenfest teilnehmenden Gruppe „Die Küppen“ haben Sarah Meskes und Lea Bröckers überlegt, ob man die Tradition dieser Mitgründer der Gilde übernehmen sollte.
Im Jahr 2007 gründeten sich die Küppsche Mädels nach vorheriger Absprache und Zustimmung aller ehemaligen Küppenmitglieder.
Die Gründungsmitglieder waren: Sarah Meskes, Annika Janssen, Cindy Schrobenhauser und Lea Bröckers.
Heute ist diese Gruppe auf sieben Mitglieder angewachsen. Hinzu kamen: Jacqueline Lehnen, Verena Höck und Jana Meskes.
Rabauken Gründung 1987 +
Im Jahre 1987 trafen sich ein paar Freunde, um das Schützenfest am Grenzweg zu besuchen. Die einen wohnten am Grenzweg, die anderen kamen aus Viersen und Neersen und man fand, dass der Zusammenhalt und die Stimmung in den einzelnen Gruppen eine tolle Sache wäre.
Da einige schon bei den Tellschützen und der Gruppe Edelweiß Erfahrungen gesammelt hatten, war man sich einig, wir machen eine eigene Gruppe auf.
Man besprach sich mit dem Vorstand, welche Möglichkeiten in Bezug auf Uniformen es gebe. Einen Jägerzug in grünen Uniformen gab es noch nicht und so wurde bei einem weiteren Treffen beschlossen, sich als Jägerzug beim Vorstand anzumelden.
Bei ihrem 1. Schützenfest 1988 trugen die 16- bis 20-Jährigen wie erwähnt grüne Uniformen und die anderen Vereinsmitglieder waren erstaunt über das gelungene Auftreten dieser neuen Truppe. Das Schützenfest war für sie so toll, dass keiner von ihnen nur eine Minute auslassen wollte und so feierte man von Schützenfest-Sonntag auf Montag ohne Schlaf einfach durch und sie dachten, jetzt haben wir uns einen Namen gemacht.
Diesen bekamen sie ein paar Jahre später, da war es Gaby Gillessen vom Grenzweg, die die Meinung vertrat, dass diese Gruppe alles andere als solide Jäger sind, sondern sich aufführen wie richtige Rabauken. Diese Äußerung sprach sich schnell rund und so begrüßte man sie wenige Stunden später beim erneuten Antreten mit den Worten: „Da seid ihr ja, Ihr Rabauken!“ Diesem neuen Namen, der sofort angenommen wurde, machten sie in den folgenden Jahren alle Ehre.
Beim Sturm auf die Königsburg waren und sind sie immer in vorderster Front zu finden und so mancher König kann von ihrem Einfallsreichtum und ihrer Durchschlagskraft berichten. Ob es Luftballons, gefüllt mit Wasserfarbe oder mit Ruß, waren, die mit einem Katapult abgeschossen wurden, oder ob sich in den Ballons „Götterspeise“ befand, sie kannten kein Erbarmen, und so mancher König wurde von ihnen sogar noch geteert und gefedert. Bei ihren Auftritten beim Dorfabend machten sie ebenfalls mit ihren gelungenen Darbietungen auf sich aufmerksam.
Im Jahre 2000 stellte man mit Manfred Neumann zum ersten Mal den Schützenkönig der Schützengilde und seine Minister waren Rainer Nilges und Jürgen Neumann. Auch diese Aufgabe fand man so toll, dass ein Jahr später mit Michael Pitzen wieder ein Rabauke die Königswürde trug. Er ernannte Swen Brungs und Jürgen Neumann zu seinen Ministern. Mit Swen Brungs stellte man zwei Jahre auch einen Stabsleutnant für das Offizierscorps ab.
Für den Auf- und Abbau der Lautsprecheranlage an der Kapelle, der für die Kommandos der Generalität am Schützenfestsonntag zur Verfügung steht, sind sie seit Jahren verantwortlich und dabei kann sich der General ganz und gar auf sie verlassen.
Die beiden Regentschaften und die Tatsache, dass sich einige in der Ausbildung befanden, andere eine Familie gründeten, trug dazu bei, dass ein Teil der Gruppe auseinanderdriftete. Hier muss man mit Manfred Neumann eine Person besonders erwähnen, die bis zum heutigen Tage die Tradition der Rabauken aufrecht erhalten hat. Beim Oktoberfest der Gilde im Jahre 2007 hatte er alle bisherigen Rabauken eingeladen und einige sind dieser Einladung auch gefolgt.
In diesem Jubiläumsjahr will man wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen. Ob in naher Zukunft wieder ein Rabauke den Königsthron besteigen wird, wird allgemein verneint. Doch wer die Rabauken kennt, der weiß, dass sie für Überraschungen immer zu haben sind.